In SCHWETZINGEN treffen nicht nur Lebenslust und Gartenkunst, sondern auch musikalischer und kulinarischer Hochgenuss aufeinander. Herzstück bildet die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten von der Pfalz mit ihrem prächtigen Schlossgarten. Diese berühmte Sehenswürdigkeit ist zugleich Wahrzeichen der Stadt. Nach dem Vorbild von Versailles entstand in Schwetzingen unter der Regie von Kurfürst CARL THEODOR (1724–1799) eine Parkanlage, die in Europa ihresgleichen sucht. In diesem Jahr würde Kurfürst Carl Theodor seinen 300. Geburtstag feiern. Er gilt als guter Regent, der 50 Jahre lang die Pfalz und Bayern regierte und sich aus allen Kriegen heraushielt. Unsterblich machten ihn seine Schlösser. Er war ein Musenfreund und großer Kunstmäzen im Geiste der Aufklärung.

Auf dem Schlossplatz steht seit 2016 die Skulptur GLÜCKSSCHWEIN von Peter Lenk. Sie zeigt den leichtbekleideten Kurfürsten
Carl Theodor mit einer Mätresse auf einer Sau reitend. Lenk bezieht sich auf ein Zitat des Preußenkönigs Friedrichs des Großen.
Der Legende nach soll Friedrich II. Carl Theodor »als einen faulen Kerl und Glücksschwein, das mehr Länder geerbt, als er selbst erobert« bezeichnet haben.




Sehenswürdigkeiten: nördliche und südliche Zirkelbauten, ARIONBRUNNEN, HIRSCHBASSIN, Laubengänge, Obstgarten, Moschee mit Türkischem Garten, Geschlängel mit Pan, Apollotempel mit Naturtheater, Orangerie. Das berühmte Rokokotheater kann in diesem Jahr nur zweimal besichtigt werden.
Auch das Schwetzinger Stadtgebiet verfügt über eine stattliche Zahl von Kunstwerken und Skulpturen unterschiedlicher Stiele: Pyramidenpappel (1997), Die Claques (2002), Trouble Makers (2008), Ohne Spargel ist alles Banane (2018).


Wer in Schwetzingen etwas über die Stadtgeschichte erfahren will, kann das ganz gemütlich angehen – von Bank zu Bank! Mittlerweile zieren 40 Motivbänke das Stadtbild und zeigen historische Hotspots der Brau-, Tabak- und Spargelstadt. Motivbank »Luftelektrizität«: Der Hofkaplan Johann Jacob Hemmer (1733–1790) widmete sich der Weiterentwicklung des von Franklin eingeführten Blitzableiters. Er entwickelte den so genannten HEMMERSCHEN FÜNFSTERN, der von Schwetzingen aus seinen Siegeszug durch den Kontinent antrat.
Wetter: am Ostermontag ganztägig Regen; aber ab 17:00 Uhr zeigte sich die Sonne.