Premonstrátský KLÁŠTER TEPLÁ (18.06.). Die im Jahre 1193 begründete Prämonstratenser-Abtei ist für ihre gewaltige Klosterbibliothek mit mehr als 100.000 Bänden und 1.000 Handschriften berühmt (Fotografieren verboten). Es handelt sich um
die zweitgrößte Bibliothek des Landes. Das Kloster wurde zuletzt im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Die 66 Meter lange und 16 Meter breite Mariä Verkündungskirche zeugt aber vom Übergang vom romanischen zum gotischen Baustil und stellt das Kernstück der Abtei dar. Zur wichtigen Einnahmequelle entwickelte sich das aufblühende Marienbad. Auf den Produkten prangte
das klösterliche Wappen − die drei Hirschgeweihe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Klöster in der wieder hergestellten Tschechoslowakei enteignet, und die Kirchen verschlossen. Das Kloster Teplá musste nach 1950 aufgegeben werden. Das Kloster ging an die tschechoslowakische Armee, die es bis 1978 als Kaserne an der Grenze des Eiserner Vorhang zu Bayern in Besitz nahm. Die Bibliothek wurde als ›Volkseigentum‹ eine öffentliche Bezirksbibliothek. Nach dem Jahr 1978 stand die Klosteranlage leer und verfiel zunehmend. Nach der politischen Wende des Jahres 1990 kam das Kloster Teplá mit der 14 Hektar großen Parkanlage im Januar 1991 wieder in den Besitz des Ordens der Prämonstratenser. Im Jahre 2008 wurde das Kloster zum nationalen Kulturdenkmal Tschechiens erklärt. Seitdem wird überall renoviert und investiert. Heute leben wieder Mönche im Kloster.








