»Boah, Bahn!«

Fahrt mit der Deutschen Bahn »Fernverkehr« nach Frankfurt am Main; Weiterfahrt mit dem Deutschlandticket ins Basiscamp nach HEIDELBERG (06.−09.02.). Departed from ICE-hell: keine Schneeflocke, kein Eiskristall im ›Wilden Süden‹. Bei milden Temperaturen schien sogar die Sonne (07. und 09.02.).

IICEEH-Hölle? Während auf der Hinfahrt »witterungsbedingt« eine Verspätung von einer Stunde und 20 MIN auftrat, betrug die Verspätung bei der Rückfahrt fast zwei Stunden. Gründe hierfür: »Personen im Gleis« bei Mannheim; eine »Behördliche Anordnung«; »Ersatzloser Zugausfall« und »Personen im Gleis« bei Hanau. Der nächstmögliche Zug für die Weiterfahrt traf mit einer Verspätung von 45 MIN in ›Frankfurt Central‹ ein (»Reparatur an der Strecke.«). Im ›Weltmeisterland Deutschland‹ 2026. J’accuse: die Politiker:innen der vergangenen 35 Jahre. Die Bahn in Deutschland (1835−2025), Jetzt liegt sie auf der Pall(i)ativstation.

Die Fahrten vor Ort verliefen jedoch störungsfrei und pünktlich.

Am Bahnhof Frankfurt am Main ›Central‹ verkehren Züge der französischen SNCF (Société nationale des chemins de fer français) und der Schweizer Bundesbahn (SBB). Auch bedient ein besonders konstruierter deutscher ICE der Baureihe 407 (ICE3MS) die Strecke Frankfurt−Paris. Die Direktverbindung von Frankfurt nach Paris dauert mit dem TGV INOUI oder ICE etwa dreieinhalb Stunden. Bei dieser Verbindung geben die Franzosen das Tempo vor. Und das ist gut so.
Der U-Bahnhof der Linien U4 und U5 ›Dom/ Römer‹ liegt zwei Stationen von ›Frankfurt Central‹ entfernt. 
Rotbarschfilet im Backteig mit Grüner Soße und Pommes frites, normalerweise aber mit Salzkartoffeln. ›Fisch-Franke‹ bietet ausgezeichnete normalpreisige Fischgerichte. Das Restaurant liegt zwischen dem Haus zur Goldenen Waage am Dom und der Kleinmarkthalle. 
»Die Fraa Rauscher aus de Klappergass, die hoot e Beul am Ei,/ ob des vom Rauscher, obs vom Alte kimmt,/ des klärt die Bolizei«.
Auch Eintracht Frankfurt hat nach fulminantem Saisonstart ein Problem. Forza SGE!
In Hessen finden am 15. März Kommunalwahlen statt.
»The Länd« wählt am 8. März einen neuen Landtag. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Manuel Hagel, möchte Minischterpräsident im Ländle werden. Der amtierende Bundeskanzler möchte die faul gewordenen, arbeitsscheuen und schmarotzenden ›Untertanen‹ wieder zu einem fleißigen Bienenvolk disziplinieren.
Heidelberg, die ›Welthauptstadt der Romantik‹. 
Französisches Flair. Heidelberger savoir-vivre.
Heidelberger Studentenfutter.
Der Musikzug Heidelberg-Kirchheim der Freiwilligen Feuerwehr spielte das Lied »Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren«.
Das Marschlied wurde 2025 hundert Jahre alt. Es gilt als Heidelberger Hymne.
Erdbeeren im Februar? Wo die wohl herkommen? − Nicht aus Hendesse.
»Helau«, »Hajo« und »Ahoi«: Fasching in Rheinhessen und der Kurpfalz …
… und Kräppel.
Der Myttel-Rheinische-Ossian-Verlag hat »Elmars Kaleidoskop. Sämtliches Gesammeltes« (ISBN 978-3-00-083389-2) heraus-
gebracht. Das Schwergewicht mit 900 Seiten wiegt 2,6 Kilogramm. Das Coffee-table-book ist jetzt ein Berliner. Eine liebevolle Erinnerung an das Heidelberger Urgestein ELMAR BRINGEZU (1944−2022), Solo-Flötist des Heidelberger Orchesters, Erfinder des Volksmobilés, Autor und, und, und…  Nebenbei schrieb Elmar »gereimte Absurditäten für jedes Lebensalter« und das »siebtblödeste Buch der Welt«. Siehe auch meinen Post MYTTELRHEINISCHER OSSIAN vom 29.10.2022, hier im Fotoblog. 
Nicht vergessen: am 8. März ist Weltfrauentag; in Berlin und Brandenburg ein gesetzlicher Feiertag. Heute wurde
die »Dunkelfeldstudie Gewalt in der Partnerschaft« vorgestellt.


»Boah, Bahn!« heißt die neue Image-Kampagne der Deutschen Bahn. Das Unternehmen stellt jedoch die Webserie mit Anke Engelke nach Kritik von Verkehrspolitikern und dem Springer-Konzern ein.

PINGUIN-GANG 

Preußen-Pingo.
Umstürzler.
BZ-Titel, 03.02.2026.
Die Welt zu Gast. In der HAUPTSTADT,

Der PINGUIN-GANG soll olympische Disziplin werden. Hintergrund: Die deutsche Hauptstadt Berlin bewirbt sich um die Ausrichtung der olympischen Sommerspiele 2036. Dabei wären die olympischen Winterspiele eine bessere Option. Denn, wenn Berlin eines kann, dann ist das Winter. Hauptsache Olympia.

Die Berliner Einwohnerschaft trainiert seit Januar mit großer Hingabe den PINGUIN-GANG. Und hat darin in kurzer Zeit eine große Meisterschaft erlangt. Der Senat wäre deshalb gut beraten, sich für diese neue schön anzusehende Sportart einzusetzen. Aber auch in anderer Hinsicht sticht Berlin die deutschen Mitbewerber Düsseldorf, Hamburg und München aus. Berlin zeichnet das schönste Stadtbild von allen: Bettelei, Obdachlosigkeit, öffentlicher Drogenkonsum und Vermüllung. Das empfindet sogar Kanzler Merz, der ein Problem mit dem Stadtbild von Belém (Brasilien) hatte.

Die Berliner Regierenden handelten im Januar entschlossen, und gaben am 30. den offiziellen Startschuss für die Kampagne zur Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in der Metropole. Bunt und einfach; aber nicht mehr sexy.

ERGÜSSE

Männer nerven gewaltig! Zurzeit beim Jahrestreffen des World Economic Forum in Davos (WEF/ 19.−23.01.). Und bei der 62. Munic Security Conference (MSC/ 13.−15.02.). Ganz besonders nervt das Genie von Mar-a-Lago, Donald Trump. Man kann sich seinen Ergüssen nicht entziehen. Seine mediale Omnipräsenz grenzt schon an Körperverletzung. Dauer-Fremdschämen.

Da lobe ich mir als Kontrastprogramm die 75. Spielwarenmesse 2026 in Nürnberg (27.−31.01.) − die weltgrößte Spielwaren-
messe! »Spielen stärkt die Demokratiefähigkeit und stimmt uns optimistisch«, sagt Ludologe Jens Junge (Tagesspiegel, 24.01.).

GRENZENLOS. ODER?

Fahrt mit dem Deutschlandticket nach Frankfurt/ Oder zum Eisgang auf der Oder (21.01.) .

Deutschland 2026: Schon auf der Hinfahrt hatte der Zug (RE 1) wg. »Stellwerksausfall bei Köpenick« 40 MIN Verspätung. Da war ich gewarnt und deshalb schon um 13:00 Uhr am Frankfurter Bahnhof, um bereits um 13:09 Uhr wegen eines Termins zurückzufahren. Da ging schon nichts mehr. Zugausfälle und dramatische Verspätungen. Der Bahnsteig schwarz vor Menschen. Keine Durchsagen dort. Als sich abzeichnete, das eine rechtzeitige Rückkehr nach Berlin schwierig wird, investierte ich 13,05 Euro (mit BC50) für den
E 56. Aber auch dieser Zug, der planmäßig um 14:12 Uhr fahren sollte, hatte wg. »Reparatur am Gleis« fast eine Stunde Verspätung.
Die Abfahrt erfolgte schließlich um 15:07 Uhr). Den kurz zuvor vorausfahrenden ersten völlig überfüllten Regionalexpress überholten wir schließlich am Ostbahnhof. Wir trafen erst um 16:15 Uhr am Berliner Hauptbahnhof ein. Mindestens fünf (!) Stunden hatte ich für die Hin- & Rückfahrt benötigt, die normalerweise gut zwei Stunden gedauert hätte. Allein die Rückfahrt kostete mich etwa dreieinhalb Stunden. Zum 2. Mal im noch jungen Jahr musste ich das Deutschlandticket upgraden. Bei verschlechterter Leistung war das Deutschlandticket seit Januar um 5,00 Euro teurer geworden. 

Polen 2026: Deutschland, einst Inbegriff von Fortschritt und Wohlstand, verliert aus polnischer Sicht zunehmend an Glanz. Während Deutschland konjunkturell stagniert, wächst Polens Wirtschaft um etwa drei Prozent im Jahr (Quelle: Tagesschau, ARD, 10.01.2026). Polen ist inzwischen der viertwichtigste Exportmarkt für deutsche Unternehmen und hat damit China überholt. Was das Wachstum angeht, ist Polen ein echtes Zugpferd in der Europäischen Union. Polen wächst ungefähr dreimal schneller als der europäische Durch-
schnitt. Nicht erst dieses oder seit letztem Jahr, sondern seit vielen Jahren. Da stören Grenzkontrollen. Auch im Zusammenleben der ›Doppelstadt Słubfurt‹ − Słubice und Frankfurt. 

Typisch für die Oderregion sind die »BRIEGER GÄNSE«, die ihren Namen der Stadt Brieg, dem heutigen polnischen Brzeg in der Woiwodschaft Opole, verdanken. Die fast kreisrunden Eisschollen mit leicht aufgewölbtem Rand entstehen bei extremer Kälte.
Sie bilden sich über dem kiesigen Flussgrund und steigen durch Strömung und Kollisionen sich drehend an die Wasseroberfläche. Diese Eisformen erzeugen ein charakteristisches Geräusch, das an Gänse erinnert. Da mit ihnen aber auch die Hochwassergefahr steigt, beseitigten jeweils drei polnische und deutsche Eisbrecher die gefährlichen Eisschollen (10.01.).
Das war zuletzt vor fünf Jahren der Fall. 

BERLINER SCHLITTERFAHRT


Die Tiefs »Elli« und »Gunda« führten aufs Glatteis (07.–14.01.). Tückische Eispanzer sorgten für tagelanges Glatteis-Chaos auf den Gehwegen der ›Weltstadt‹ Berlin. Der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr hatte zeitweise die »Auslastungsstufe 3« ausgerufen. Bis zum letzten Jahr wurde dies noch als »Ausnahmezustand« bezeichnet. Der Autoverkehr hatte dabei die Feuerwehr weniger beschäftigt, denn die meisten Straßen waren frei. Kaum Beulen an Autos! Die BERLINER SCHLITTERFAHRT führte dagegen Fußgänger (zu) oft in die Unfallkrankenhäuser. Der Zustrom an Patienten riss nicht ab. Die Patienten hatten sich komplexe Frakturen von Sprunggelenk, Schenkelhals, Hand, Schulter, Ober- oder Unterarm sowie Platzwunden, Prellungen und Kopfverletzungen zugezogen.

Das Freiräumen und Streuen der Straßen übernimmt die Berliner Stadtreinigung (BSR). Die BSR ist für bis zu 11.000 Kilometer Fahrbahn auf den Straßen der Metropole zuständig. Gestreut wird »nach Priorität«.

Die Gehwegs-Räumung ist in der Hauptstadt privatisiert. Grundsätzlich sind die Anlieger zuständig, heißt es im ›Berliner Straßenreinigungsgesetz‹. Warum aber die bezirklichen Ordnungsämter Hauseigentümer nicht zur Verantwortung heranziehen,
und Flächen, die der Stadt gehören, nicht gestreut werden, bleibt ein Mysterium. Zumindest innerhalb des S-Bahn-Rings.

Doch darüber hinaus lehnt die BSR eine Änderung ab. Die zusätzlich zu bearbeitende Strecke für den Winterdienst auf Gehwegen und Radwegen in der Stadt entspräche schätzungsweise 12.000 Kilometern. Ressourcen dafür seien nicht vorhanden. Das Räumen und Streuen auf Gehwegen sei zudem komplexer als auf Fahrbahnen.

OLYMPISCH: Um Unfälle und Brüche auf glattem Untergrund zu vermeiden, raten Orthopäden und Unfallchirurgen dazu, sich vorsichtig im »PINGUIN-GANG« zu bewegen. Dabei wird der Körperschwerpunkt über dem auftretenden Bein ausgerichtet. Man bewegt sich äußerst langsam und schiebt sich mit kleinen Schritten auf ganzer Sohle über den Boden. Die leicht nach vorne geneigte Körperhaltung sorgt so für mehr Stabilität. Nach Möglichkeit sollen Passanten sich bei einer Person einhaken oder sich an Geländern und Häuserwänden entlangtasten. Empfohlen wird außerdem, Schuhe mit gutem Profil zu tragen und gegebenenfalls mittels SCHUH-SPIKES auch normales Schuhwerk wintertauglich zu machen (etwa 20,00 Euro). 

Aufatmen! Seit heute ist die Metropole wieder eisfrei. Der letzte wirklich schneereiche Winter in Berlin war 2010;
mit Rekordschneemassen und langanhaltenden vereisten Gehwegen.

Winteridylle 2026. Das Eis trügt mehr, als es trägt.

NOTABENE: Die gute Nachricht: 2025 war das drittwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Erstmals liegt die globale Durchschnittstemperatur in drei aufeinanderfolgenden Jahren mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Es droht ein baldiges Überschreiten des Pariser Klimaziels. »2025 war ein weiteres außergewöhnliches Jahr für den Planeten«, erklärte Samantha Burgess, Vizedirektorin des EU-Programms Copernicus, in einem Briefing zur Veröffentlichung der »Global Climate Highlights«. Die vergangenen elf Jahre seien die elf wärmsten jemals dokumentierten gewesen. (SPEKTRUM, 14.01.2026). UND: Berlin soll »Modellstadt für Krisenfestigkeit« werden, so der Regierende Bürgermeister Kai Wegner in seiner gestrigen Regierungserklärung (Tagesspiegel, 16.01.). Wow!

EMPANADILLAS PICANTES


Fingerfood vom Feinsten. Zwei Sorten Teigtaschen (3 Personen).

250 g gemischtes Hackfleisch, getrennt kaufen, je 125 g Rind und Schwein.
250 g Schinkenwürfel (Schwarzwälder Schinken).
3 Packungen Blätterteig für 2 Bleche, je 1 ½.
2x Eigelb (zum Bestreichen).

SCHARFE TEIGTASCHEN
2x gekochte Eier,
Rosinen,
1 Schalotte,
Knoblauchzehen (mindestens 3),
Chili-Mix:
1 Jalapeño,
2 Chili, rot,
2 Habaneros, gelb,
5−10 Rawit, rot und grün.

Die Chilischoten waschen und entkernen. Schalotte, Knoblauchzehen und Chilischoten klein schneiden. Das Hackfleisch anbraten, salzen, pfeffern. Schalotten dazugeben. Mit Rosenpaprika (scharf) gut würzen. Sukzessive die Schoten und den Knoblauch dazu. Mit ›Paprika edelsüß‹ würzen. Kurz vor dem Garwerden die Rosinen und kleingeschnittenen gekochten Eier in die Füllung. 



SCHINKEN TEIGTASCHEN
Die Schinkenwürfel in die Blätterteigteilchen einrollen.

Ggf. zusammen mit einem milden geriebenen Bergkäse (z. B. Appenzeller, Raclette) – das probiere ich noch aus. Dann müsste man aber die Zutatenmenge reduzieren: 125 g Schinkenwürfel; 125 g Käse.

Mit einem Teigrädchen (als Kinder sagten wir »Rähle-Rähle« dazu) kleine Felder ausschneiden. CAVE: der Teig muss kalt verarbeitet werden.


Die Täschchen mit Eigelb bestreichen. 


30 MIN bei Ober- und Unterhitze im Ofen backen.

Empanadas/ Empanadillas: Lecker, lecker, lecker! 

Heute koch‘ ich, morgen back‘ ich – übermorgen …

GLÜCK AUF!

»Glück auf!« So lautet der Gruß in den deutschen Bergbaugebieten. Auch heute noch. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr 2026.

Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht 
schon angezündt, schon angezündt

Hat’s angezündt, ´s wirft seinen Schein,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
und damit so fahren wir bei der Nacht
ins Bergwerk ein, ins Bergwerk ein. 

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut‘ sein,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht
aus Felsgestein, aus Felsgestein. 

[…]

Ade, Ade! Herzliebste mein!
Und da drunten in dem tiefen, finstren Schacht bei der Nacht,
und da drunten in dem tiefen, finstren Schacht bei der Nacht,
da denk ich dein, da denk ich dein.

Und kehr‘ ich heim zur Liebsten mein,
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht:
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht:
Glück auf, Glück auf!!! Glück auf, Glück auf!  

[…] 

Das Bergmannslied ist auch als STEIGERLIED (»… denn wir tragen das Leder vor dem Arsch
bei der Nacht«) bekannt, 7 Strophen, 1856. 



NOLITE TIMERE – fürchtet Euch nicht. Bleibt zuversichtlich: Trotz alledem:

FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN?
Fakten, Fakten, Fakten? Das war einmal. Stattdessen Emotionen. Wir stehen 2026 am Scheideweg. Künstliche Imitate (KI) bedrohen unser Zusammenleben. Die Tech-Milliardäre in der Midlife-Crisis haben nicht nur nützliche Tools für die Beschleunigung und Verarbeitung großer Datenmengen geschaffen. Nach FAKE-NEWS nutzen Mächtige und böse alte Männer die Algorithmen für FAKE-HISTORY und FAKE REALITY. Wissenschaftliche Daten und gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse werden permanent in Zweifel gezogen, gar vernichtet (wie langjährige Klimadaten). Die Macht der Bilder. Bilder werden verändert oder künstlich geschaffen. (Fast) perfekte Fälschungen. Hatte sich die Vergangenheit wirklich so zugetragen, wie sie als gesichert dargestellt wird? Orwell lässt grüßen. ›Orwell-Sprech‹ verbreitet sich auch durch manipulativen Kampagnen-Journalismus (Euphemismen, Kriegsrhetorik): »Unwissenheit ist Stärke«, »Lüge ist Wahrheit«, »Sklaverei ist Freiheit«, »Krieg ist Frieden«. Donald Trump hat ein ›Wahrheits-
ministerium‹ geschaffen. Als ›Pranger‹ für unliebsame Veröffentlichungen. Wir müssen auf der Hut sein! Mehr denn je. Unseren Augen und Ohren können wir nicht mehr trauen. Daher permanenter Quellencheck.


KULTURKAMPF
»Der historische Kulturkampf des 19.Jhrhunderts galt der Machtfrage zwischen Staat und Kirche. Heute bezeichnet der Begriff etwas anderes: die Polarisierung moderner Gesellschaften, die Identitäten, Lebensweisen und Zugehörigkeiten betreffen. Streit wird nicht mehr als Suche nach dem besseren Argument verstanden, sondern als Kampf um Deutungshoheit. […] ›Wer die Sprache beherrscht, beherrscht den Streit‹. Begriffe wie ›Cancel Culture‹, ›Sprachverbot‹ oder ›Genderzwang‹ verschieben Wahrnehmungen schon in dem Moment, in dem sie ausgesprochen werden. Sie schaffen Lager, die einander nicht mehr überzeugen, sondern nur noch besiegen wollen.« (Manos Tsangaris & Anh-Linh Ngo im Akademie-Brief #1, Nov./ Dez. 2025, Betrifft: KULTURKAMPF?).

SHIT STORMS
»Die Verrohung im Netz hält unsere Gesellschaft auf Dauer nicht aus«.
Hass und Hetze im Internet bedrohen unsere Demokratie, warnt Andreas Voßkuhle, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts (Tagesspiegel, 27.12.2025).

Mein Fotokalender im Format DIN A4.

GLITTER & GLAMOUR

Die Berliner City West erstrahlt vom KaDeWe über die Tauentzienstraße und den Kurfürstendamm bis zum Rathenauplatz in Halensee. Diesmal ist wieder die komplette 4,5 Kilometer lange Strecke weihnachtlich beleuchtet. Rund 100.000 Leuchten, verteilt auf mehr als 550 Bäume, setzen den Boulevard in Szene. Zu den Hinguckern der Weihnachtsbeleuchtung gehören die Großfiguren. Eine Besonderheit unter den Großmotiven ist in diesem Jahr laut dem Lichtdesigner Andreas Boehlke ein Schiff, das zuvor in Barcelona zu sehen war. Dieses steht jetzt in der Mitte des Boulevards KUDAMM. 

Bis zum 6. Januar kann die Weihnachtsbeleuchtung jeden Abend von Sonnenuntergang bis 23:00 Uhr genossen werden. Am besten nutzt man für die Tour die Doppeldecker-Busse der Buslinien M19 (ab ›Betriebshaltestelle Mehringdamm‹) und M29.

Anders als in anderen Städten finanziert sich die Berliner Weihnachtsbeleuchtung ausschließlich aus Spenden. In den Vorjahren wurde immer wieder um die Finanzierung gerungen. Der Berliner Senat hat inzwischen seine Unterstützung komplett eingestellt. Zuletzt unterstützte der Senat die Beleuchtung im Jahr 2023 mit 100.000 Euro. Seitdem organisiert die AG City die Aktion und sammelt gezwungenermaßen Spenden. Neu in diesem Jahr ist, dass die Berliner:innen unter dem Namen »Schenke Berlin dein Licht« Patenschaften für Leuchtmittel erwerben konnten. Die größte Einzelspende betrug 300.000 Euro. 

Der Osten dagegen bleibt dunkel. Eine Weihnachtsbeleuchtung wird es auch in diesem Jahr nicht auf dem Pracht-Boulevard ›Unter den Linden‹ geben. Eine private Spendenaktion − wie für den Kudamm − konnte auch in diesem Jahr nicht die nötigen Mittel erzielen, um eine entsprechende Illumination zu gewährleisten. 


SWINGELINGELING

Weihnachtskonzert der ZOLLKAPELLE im Casino des Hauptzollamtes (HZA/ 10.12.). Big-Band-Sound vom Feinsten; interpretiert von neunzehn Musiker:innen: vier Trompeten, fünf Posaunen − darunter eine Bass-Posaune, fünf Saxophone (Tenor-, Alt- und Bariton), E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Percussion und eine Jazzsängerin. Als Zugabe erklang die »Petersburger Schlittenfahrt«. 

INS SCHWARZE

Vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin haben Aktivisten des »Zentrums für politische Schönheit (ZPS)« eine lebensgroße bronzene Statue des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten WALTER LÜBKE aufgestellt (01/ 03.12.). Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf seiner Terrasse im nordhessischen Wolfhagen-Istha von dem Rechtsextremisten Stephan E. ermordet worden − aus dessen Ablehnung von Lübckes rechtsstaatlicher Haltung zur Flüchtlingspolitik. Lübcke stehe hier »als warnendes Symbol für die Verteidigung demokratischer Werte. Die CDU darf diejenigen, die sich dem Rechtsextremismus in den Weg gestellt haben, nicht vergessen«, hieß es in einem Video der Künstlergruppe ZPS.

Das Walter-Lübke-Memorial solle zum »Mahnmal für den Schulterschluss von Konservativen und Faschisten« werden. »Wir bringen das Andenken an Walter Lübcke dorthin, wo es am dringendsten gebraucht wird.« Walter Lübcke passe jetzt auf die CDU auf. Der Berliner Bezirk Mitte hat das Aufstellen der Statue für zwei Jahre genehmigt.



Ins Schwarze getroffen. Die betroffene CDU und die Springer-Medien schäumen vor Wut. Die Partei verwehre sich »gegen die unaufrichtige Instrumentalisierung von Walter Lübcke durch linke Aktivisten«. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die Aktion als »völlig geschmacklos«. Anders der Publizist und frühere CDU-Mann Michel Friedman. Der mutmaßliche ›linke Aktivist‹ bezeichnete den Protest gegen die Statue als unverständlich. Die CDU sollte stolz sein, äußerte Friedman bei der Einweihung der Lübcke-Statue: »Mein Vorbild steht jetzt vor der CDU-Zentrale, und ich freue mich auf die Einflüsse, die er jetzt auf die Betroffenen haben wird, wenn sie Entscheidungen treffen müssen«.