Alles klar Chef!

Im Westen war der INTERNATIONALE FRAUENTAG als ›kommunistisch‹ verpönt. in der DDR ›überhäufte‹ man an diesem Tag die Frauen mit Roten Nelken. BLUMEN für die Frauen gab es in der Bundesrepublik – im Land der Hausfrauenehe (Kinder, Küche, Kirche) – aber auch. Am Muttertag. Die Neuregelung des Scheidungsrechts 1976 (erst!) bewirkte eine grundlegende Änderung. Walpurgisnächte: »Männer wartet noch ein Weilchen, bis wir kommen mit dem Beilchen« & »Neue Männer braucht das Land« skandierten deshalb im Westen frauenbewegte Frauen Ende der 1970er-Jahre. Nach der Wende 1989 änderten sich für die Frauen zunehmend die Lebensverhältnisse. Aber weniger durch einen gesellschaftlichen Wandel. Denn das Heer der Stenotypistinnen und Sekretärinnen (»Fräulein vom Amt«) reduzierte sich beispielsweise durch die Digitalisierung. Aber am grundsätzlichen Problem änderte sich wenig. Seit Ausbruch DER SEUCHE steigt die häusliche Gewalt. Gender-Pay-Gap: Gestern begingen wir den EQUAL-PAY-DAY. Die ersten 66 Tage des Jahres arbeiteten die Frauen unbezahlt. Denn sie erhalten zirka 20 Prozent weniger Lohn. Und bei den Renten klafft eine Lücke von etwa 50 Prozent. Gender-Health-Gap …

Echte Kerle sind geil! Oder doch nicht? Immer noch betreiben ›Alpha-Männer‹ in der Politik, in der Wirtschaft, in den Kirchen permanenten MACHTMISSBRAUCH. Diese ›mächtigen Männer‹ bestimmen in Ihrer Gier, in ihrer Selbstbereicherung, in ihrem Rassismus, in Ihrem Hass, in ihrer grenzenlosen Gewalt, in ihrer Selbstverliebtheit die Regeln aller. Ihre Führungsmittel sind Bossing & MOBBING. Dieses System begünstigt Karrieristen, Intriganten, Schaumschläger, Psycho- und SOZIOPATHEN. Auch die Medien und sogenannten sozialen Netzwerke fördern diese Fehlentwicklung. Verheerend die Despoten: Assad, al-Gaddafi, Saddam Hussein, PUTIN. Und 2024 sitzt TRUMP wieder im Weißen Haus. Spätestens dann umfängt diesen Planeten Finsternis.

Mütter erziehen, Freundinnen & Ehefrauen gestalten Beziehungen, Frauen wirken im Erwerbsleben, Frauen organisieren sich in
der Politik, Frauen wählen. Und – bedauerlicherweise – Frauen KÄMPFEN IM KRIEG, aktuell am TAG 13 des russischen Überfalls auf die Ukraine. Alles klar Chef!

KINDERLECH

TAG 7: POLEN hat inzwischen mehr als 500.000 Flüchtlinge aufgenommen (02.03.). Offene Herzen und Arme; dziękuję. Auf der Suche nach Schutz vor dem Krieg sind bereits tausende Menschen aus der Ukraine auch nach Berlin gekommen – und es werden immer mehr. Der Senat rechnet jetzt mit 6.000 Flüchtlingen pro Tag. Am Hauptbahnhof kommen aus Polen die Flüchtlingszüge mit Frauen und Kindern an. Und am Zentralen Busbahnhof (ZOB) die Busse mit den Kriegsflüchtlingen. Herzzerreißend das KINDERLECH.

TAG 8: Kirchen läuten Glocken für den Frieden (03.03.). In einer europaweiten Aktion läuteten in zahlreichen Städten in Berlin und Brandenburg um Punkt 12:00 Uhr die KIRCHENGLOCKEN sieben Minuten für den Frieden. Die Dauer von sieben Minuten stand dabei für jeden Tag, den der russische Überfall auf die Ukraine schon andauert.

TAG 9: Überwachungskameras filmten Granaten(Raketen?)-Einschläge am AKW-Gelände SAPORISCHSCHJA (04.03.).
Die ukrainischen Feuerwehr-Kamerad:innen RETTEN, LÖSCHEN, BERGEN während der Angriffe. Russland hat das größte Atomkraftwerk des Landes angegriffen und das Gelände besetzt.

Liste (offen) der VERBRECHEN PUTINS seit den ›Nullerjahren‹:

  • Morde an oppositionellen Politikern und kritischen Journalist:innen,
  • Auftragsmorde im europäischen Ausland,
  • Kriegsverbrechen u. a. in Tschetschenien und Syrien,
  • völkerrechtswidrige Annexion der Krim,
  • Unterstützung prorussischer Separatisten in der Ostukraine,
  • Betreiben von Folterzentren in den besetzten Gebieten,
  • Unterdrückung der innerrussischen Opposition,
  • Verbot von NGOs, von der Menschrechtsorganisation ›Memorial‹,

In der Ukraine wurden inzwischen STREUBOMBEN gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Die furchtbaren Raketenwerfer TOS-1-BURATINO (und TOS-1A »Solnzepjok«/ Sonnenhitze) mit thermobarischen (Vakuum) Sprengköpfen wurden in die Ukraine gebracht.

Einer der Street-Art-Künstler, U., vor Ort. Das Graffito stammt aber von Steak Apm, Heavy Lee.

Was war noch?

Der Deutsche Bundestag trat aus Anlass des von Russland völkerrechtswidrig begonnenen Krieges gegen die Ukraine zu einer Sondersitzung zusammen (27.02.). In seiner Regierungserklärung zur aktuellen Lage kündigte Bundeskanzler Scholz
100 MILLIARDEN EURO FÜR DIE BUNDESWEHR an. Befremdlich: viele Abgeordnete sprangen dabei von ihren Plätzen auf und bejubelten lautstark die Ankündigung. Ob man jetzt warme Unterwäsche für die Soldat:innen anschaffen kann?

Weltklimarat: Klimawandel bedroht Menschen und Erde. Viel Zeit bleibt nicht mehr. In seinem neuesten Bericht ruft der Weltklimarat (der UNO) IPCC eindringlich zum raschen Handeln auf: Unsere LEBENSGRUNDLAGE IST VOM KLIMAWANDEL bedroht. Wir müssen uns an unsere Welt im Klimawandel anpassen – JETZT (28.02.).

KULTURBOTSCHAFTER?

Kulturbotschafter Russlands? Biker des umstrittenen russischen Motorrad- und Rockerclubs NACHTWÖLFE MC (Nocnie Volki) 2019 in Berlin (9. Mai). Die Nachtwölfe ließen ihre Maschinen permanent und bedrohlich aufheulen. Im Bild der Gründer und Präsident Alexander Sergejewitsch Saldostanow.

Die Bibel nennt im 6. Kapitel der OFFENBARUNG des JOHANNES die vier APOKALYPTISCHEN REITER. Der ZWEITE REITER auf dem ROTEN PFERD symbolisiert das Blut und den Tod durch Kriege. Der Kriegsherr Putin hat mit seinen Maß-Design-Stiefelettchen die Bemühungen von Jahrzehnten zertreten und hindert damit auf Jahre und nachhaltig den Austausch von Kunst, Kultur, Musik
und Sport.

»Слава Україні« • Slava Ukraini

GROSSDEMONSTRATION unter dem Motto »Stoppt den Krieg« (27.02.)! Zur Demonstration aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Friedens-, Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen sowie Kirchen und Gewerkschaften. An diesem Sonntag waren Zehntausende in Berlin für die FREIHEIT auf den Beinen! Von der russischen Botschaft bis zum S-Bahnhof TIERGARTEN wälzten sich Menschenmassen über die ›Straße des 17. Juni‹ zur Hauptbühne am ›Großen Stern‹. Diejenigen, die es nicht mehr zum Demonstrationszug geschafft hatten, drängten sich zu tausenden rechts und links in der Parkanlage. Schon bei der Anfahrt stauten sich Hunderte auf den Bahnsteigen und in den Treppenräumen der S- und U-Bahnhöfe. In der Folge musste der ÖPN-Verkehr dann eingestellt werden. Die Veranstalter hatten ›nur‹ 20.000 angemeldet. Die Polizei sprach von mehr als 100.000 Demonstrant:innen, der Nachrichtensender ›Welt‹ von mehr als 120.000. Ich schaffte es noch bis zur Hauptbühne.

Für den Gänsehaut-Moment an diesem besonderen Tag sorgte die SCHWEIGEMINUTE um 14:00 Uhr. Schneidende Stille,
nur das Zwitschern der Vögel war an diesem klaren Wintertag zu hören. Mehr als eine Minute völlige Stille im Gedenken an
die Opfer des Krieges.

Die ukrainischen Nationalfarben waren allgegenwärtig. Viele Kinder hatten Schilder gemalt. Man sah gebastelte und gemalte oder dargestellte Friedenstauben. Als ein Ventil diente u. a. der flapsige Spruch »Make Vodka, not War«. Die bösen alten gierigen Männer PUTIN (70) & SCHRÖDER (77): Zahlreiche phantasievolle Schilder richteten sich gegen beide. Auch russische Staatsbürger:innen demonstrierten mit. Hier müssen sie wie die mutigen Landsleute in ihrer Heimat keine Verhaftungen und Deportationen in Arbeitslager fürchten. Häufig erklang der Ruf »Слава Україні«Slava Ukraini.

Toxische Männlichkeit: der »lupenreine Demokrat« P.  & sein Herold, Herr S. aus H..
Steht denn der Altkanzler Schröder auf der Boykott-Liste der EU? Hartz IV muss er sicher nicht beziehen.
Marsz, marsz, Dąbrowski, …
Et hätt noch emmer joot jejange.

Мир • Mir

Tausende erhoben am Freitagabend vor dem BRANDENBURGER TOR ihre Stimmen für den Frieden in der Ukraine (25.02.).
Der Landesmusikrat hatte nur mit einer Hand voll Leute gerechnet. Gekommen waren aber mehr als 3.500 Berliner:innen, um mit Chören und Ensembles, Musiker:innen unter dem Motto »Kultur gegen Krieg« gemeinsam zu singen: Imagine, Dona nobis pacem (mehrstimmig), Sag mir, wo die Blumen sind, Zelenaja vyshnja & Friede, schöner Götterfunken (mit modifiziertem Text). Einer der emotionalen Höhepunkte war das Lied »Sag mir, wo die Blumen sind«. Nicht der einzige Gänsehaut-Moment an diesem bewegenden Abend! Wegen des Gefechtslärms sind die Lieder sicher nicht zum Kriegsherrn, dem Massenmörder und Rassisten Putin, vorgedrungen. Aber ein deutliches Zeichen an die armen Menschen in der Ukraine.

Blumenablage an der Botschaft der Ukraine. Russische Einrichtungen werden durch Absperrungen und ein massives Polizeiaufgebot geschützt.

Sag mir, wo die Blumen sind

Where have all the flowers gone? (By PETE SEEGER)

Where have all the flowers gone?
Long time passing
Where have all the flowers gone?
Long time ago
Where have all the flowers gone?
Picked by young girls every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the young girls gone?
Long time passing
Where have all the young girls gone?
Long time ago
Where have all the young girls gone?
Gone to young men every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the young men gone?
Long time passing
Where have all the young men gone?
Long time ago
Where have all the young men gone?
Gone to soldiers every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Sag, wo die Soldaten sind
wo sind sie geblieben?
Sag, wo die Soldaten sind
was ist geschehen?
Sag, wo die Soldaten sind
über Gräbern weht der Wind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Gräber sind
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Gräber sind
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Gräber sind
Blumen wehen im Sommerwind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Blumen sind
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Pete Seeger schrieb das Lied 1955. Er gab an, die Grundidee dem Donkosaken-Lied  KOBODA DUDA entlehnt zu haben.

А где ж гуси?
В камыш ушли.
А где ж камыш?
Девки выжали.
А где ж девки?
Девки замуж ушли.
А где ж казаки?
На войну пошли …

Und wo sind die Gänse?
Sie liefen ins Schilf.
Und wo ist das Schilf hin?
Von Mädchen gemäht.
Und wo sind die Mädchen?
Verheiratet längst!
Und wo die Kosaken?
Sind fort in den Krieg!

Unter dem Titel SAG MIR, WO DIE BLUMEN SIND machte die wunderbare MARLENE DIETRICH
das Friedenslied 1962 international auf deutsch populär.

24.02.2022 – Die Unmenschlichkeit hat ihren Siegeszug angetreten!

GWERZ

»KURPÄLZISCH isch halt die scheenscht Schprooch« – Heute ist der ›TAG DER MUTTERSPRACHE‹.

»Was fa in Saund!. Hajoo, awwa hallo!« Und in der Tat: Kurpälzisch hat einen absolut unglaublichen Sound! Muddersprooch klingt wie Musik. Es ist eine lautmalerische Sprache mit eigener Grammatik, stets voller Charme, wie er den Menschen dort eigen ist, und vor allem mit ganz eigenem Klang, diesem ›Kurpälzer Saund‹ eben.

Und eine Sprache, die die Dinge auf den Punkt bringt. Wenn sich etwa zwei Kurpälzer begegnen, sagt der eine einfach »Wie, her?«. Der andere antwortet »Halwa hie. Unn selwert?«. Die Antwort lautet dann »Dreiväddels«. Damit sind beide zufrieden und gehen mit »alla guud« und »alla fodd« ihres Wegs.

Hier ein weiteres Beispiel für einen Kurpfälzer Alltags-Dialog:

Beim Bäcker fragt der Kunde die Verkäuferin höflich nach den Brötchen hinten im Regal: »Sehe Sie die Wegg sedanne?«. Nach einem kräftigen »Hajoo« fährt er fort: »Gewwe Sie ma vun denne zwee, unn dann noch drei vun denne annare Wegg, die wuu Sie die letscht Woch g’hat hewwe, die ware sou guud«. Die Verkäuferin bedauert, dass diese Brötchen bereits ausverkauft sind: »Die annare Wegg sin heit schun all weg«. Der Kunde daraufhin kopfschüttelnd: »Ach du liewe Leidd. Wer war dann doo doo?«. Die Antwort: »Des weeß ich jetzad nimmie. S’gibt halt wirklisch viel Leidd in da Welt«.

Kurpälzer Schprooch sou wie in Monnem odda in Lumpehoafe, Woinem, Sinse, Schriese, Dossene, Plankscht, Loame, Bad Derke, Eppele, Sankt Lee odda Neckarschtoonisch, Neiene, Hendesse, …! Kurpälzisch isch halt die Würze / das GWERZ, seufz.

LISELOTTE VON DER PFALZ: »… daß alle nacht, sobaldt ich ein wenig einschlaffe, deücht mir, ich sey zu Heydelberg oder zu Manheim …, undt dann fahr ich im schlaff auff undt kan in 2 gantzer stunden nicht wider einschlaffen dan kompt mir in den sinn, wie alles zu meiner zeit war, …«.

Und, hat der Beitrag gefallen? »Doo muss ma halt imma widda mool hortisch neigugge, ob was Neies g’schriwwe steht!« – »Alla guud« (Quelle/ Teilzitate aus: Peter Wiest zum heutigen ›Tag der Muttersprache‹ in der Rhein-Neckar-Zeitung/ RNZ vom 21.02.2022).

Kurpälzer FLAGGE (1356–1803).

Das kurpälzische ›Wappentier‹, der SAUMAGEN.

Neckarbrückenblues (Von Joy Fleming, 1971)

Her, her mol her, was ich Dir jetzt sache will.
Des is ä kleeni G‘schicht vun geschtern morge.
Do is de Briefträger zu ma kumme un hot gsagt,
Klenie kumm mol her, ich hab da was zu sache.
Oh, deun Karl is schun widder iwwer die Brick,
iwwer die Brick is er widder niwwer zu der onnere.

Oh, hab ich zu dem Briefträger gsacht:
Her mol, des is moin Karl sei Sach.
Ma zwingt keen Mensch zu seunem Glick.
un wann er meent, er muss iwwer die Brick,
soll er doch, soll er doch, soll er doch.

Oh, ich weeß, der kummt a widder zurück.
Der kummt schun widder, wann er Hunger hot.
Die Männer kumme alleweil widder zurück.
Dann sin se hungrisch oder kronk. – Gott sei Donk.
Und ach moin Karl g’heert zu dere Sort.
Gott sei Dank, Gott sei Dank, Gott sei Dank.

Ne, so oft kann der gar net fort,
wie er widder zurück kummt iwwer die Brick.
Do steht er schun widder an de Dür, moin Karl
un dann sacht er ganz fresch zu mir:
Kleeni her, her mol her
isch geh mol schnell uff ä Bier,
isch bin bald widder zurück.

Oh Karl, Oh Karl, Oh Karl, Oh Karl, Oh Karl,
Du hoscht doin‘ Hut tief im G’nick.
Isch wääß ganz genau,
jetzt geht er widder iwwer die Brick.
Er geht widder üwwer die MONNEMER BRICK,
die MONNEMER NECKARBRICK. 

Unvergessen JOY FLEMING (bürgerlich Erna Liebenow 1944–2017)

»KRIEG DEM KRIEGE!«

Das Wort KRIEG geht vielen Medien erstaunlich schnell von der Hand. Man bekommt den Eindruck, einigen ›kriegsgeilen Journalist:innen‹ kann es gar nicht schnell genug gehen mit dem Krieg. Die Kriegstreiberei in zahlreichen deutschen Medien hat in den vergangenen Wochen nochmals zugenommen und zum Wochenende verstörende Ausmaße erreicht. Ohne vorbereitende und begleitende Propaganda sind keine Kriege möglich. Wer diese Propaganda herstellt, macht sich zur SCHREIBTISCHTÄTER:IN.

Schluss mit dem unerträglichen Kriegsgeheul und Säbelrasseln! – Cui bono?

Welche Legitimation haben Journalist:innen, selbst Politik zu machen? Wer hat sie gewählt? Vor wem müssen sie sich rechtfertigen, wenn es schiefgeht? Journalist:innen sollen politische Spielchen entlarven, statt sie mitzuspielen. Sie sind zur Deeskalation und eben auch den Interessen der Bevölkerung verpflichtet! Auch, wenn manche ›Edelfedern‹ auf der Gehaltsliste der ›TRANSATLANTIKER‹ stehen. Basta!

Fakten, Fakten, Fakten?

Mit der Realität ist das so eine Sache. Von GERALDINE CHAPLIN stammt der Satz: »Wahrheit ist selten so ODER so, meistens ist sie so UND so.« Durch die Unterschlagung von Fakten und den daraus resultierenden verkürzten Erzählungen entsteht eine manipulative Berichterstattung. Im Kern geht es bei dem aktuellen Konflikt um massive geostrategische Interessen BEIDER Blöcke.
Es ist und bleibt eine Tatsache, dass es Frieden in Europa nur mit der Ukraine, mit Belarus und MIT Russland geben kann – und nicht ohne, schon gar nicht gegen diese Länder.

Sind 77 Jahre Frieden genug? Ist Krieg nach zweieinhalb Generationen wieder eine Option? Oder im ›Orwell-Sprech‹: »Krieg ist Frieden«?

KRIEG DER DESINFORMATION & ZÜNDELNDEN BERICHTERSTATTUNG

Warum führen zivilisierte Nationen Krieg? Und warum verfallen selbst ›kluge‹ Intellektuelle in Kriegsbegeisterung? Diese Frage stellte der Begründer der Psychoanalyse, SIGMUND FREUD, in seinem Aufsatz »Zeitgemäßes über Krieg und Tod« bereits 1915. Doch die Intellektuellen sind abgetaucht. Dafür schwurbeln selbsternannte ›EXPERT:INNEN‹ rund um die Uhr auf allen Kanälen.

Das ANTI-KRIEGS-MUSEUM im Wedding ist das weltweit erste Museum gegen den Krieg. Das in der Zwischenkriegszeit 1925 von ERNST FRIEDRICH begründete Museum befand sich zunächst unweit des Alexanderplatzes an der Parochialstraße 29 (Gedenktafel/ Berlin-Mitte). Außer kriegsverherrlichenden Objekten aus dem Ersten Weltkrieg wurden dort Bilder von KÄTHE KOLLWITZ und OTTO DIX ausgestellt. Käthe Kollwitz illustrierte auch Friedrichs Fotodokumentation »KRIEG DEM KRIEGE«. Zudem war es dem Museumsgründer damals gelungen, verstörende Fotografien von Kriegsverstümmelten zu beschaffen und auszustellen. Seine Sammlung wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört. Erst 15 Jahre nach seinem Tod konnte das private Anti-Kriegs-Museum 1982 von Friedrichs Enkel TOMMY SPREE erneut eröffnet werden. Nun mit Exponaten aus zwei Weltkriegen.

Die Wirkung einer über Berlin gezündeten ATOMBOMBE (Museumsexponat).