
Ganesha ist klein und dick, hat einen Elefantenkopf und sitzt auf Lotusblüten. Ganeshas große Ohren stehen für die Weisheit,
die durchs (Zu)-Hören erworben wird. Wegen seiner Intelligenz und Stärke gilt die Gottheit als Überwinder von Bösem und Hindernissen sowie als Überbringer von Glück und Erfolg. Und Ganesha ist jetzt ein Berliner.
Mit einem großen mehrtägigen Fest und mit einer Serie spiritueller Rituale wurde der »Sri Ganesha Hindu Tempel« geweiht (Kreuzberg, 03.−07.06.). Höhepunkt war am Sonntagmorgen die Tempelweihe. Ein Priester goss dazu aus einem Krankorb nach altem Ritus Wasser aus dem indischen Fluss Ganges und aus der Berliner Spree über die Turmspitze des Tempels. Dies soll die göttliche Kraft symbolisieren, die den Tempel und die zahlreichen Götterfiguren im Inneren von oben in Besitz nimmt.


Der Tempel am Rande der Hasenheide in der Nähe des Hermannplatzes zählt zu den größten in Europa und ist ein echter Hingucker. Die in Gold gehaltene Dachkonstruktion des 17 Meter hohen Turms ist ein prächtig verziertes Gesamtkunstwerk indischer Meister. Die blaue Fassade weist Ornamente und Götterfiguren auf. Auch im Inneren ist das Gotteshaus prachtvoll gestaltet. Schwere geschnitzte Teakholztüren, Handarbeit aus Indien, führen hinein. In der Mitte bekommt Ganesha einen großen Altar, rundherum stehen kleinere ›Hütten‹ für dessen Familie: Vater, Mutter, Bruder, Onkel. Alles reich verziert.
»Unser Tempel soll allen gehören«, bekräftigt Vilwanathan Krishnamurthy vom Kreuzberger Tempelverein, »nicht nur den Hindus.« Ohne Missionieren, ohne Verpflichtungen. »Die Nachbarn sollen einfach unsere Feste mitfeiern.« (Quelle: Tagesspiegel). Bilder von der Innenansicht des Tempels liefere ich an dieser Stelle zeitnah nach.
Die Geschichte des Tempels begann mit ersten Planungen 2005. Erst 2010 ging es dann los. Der kleinere Tempel in Neukölln ist
der erste für Hindus in Berlin. In Britz eröffnete 2013 der »Sri Mayurapathy Murugan Tempel«. Dieser ist vor allem Anlaufpunkt für Gläubige mit Wurzeln in Sri Lanka, während hinter dem Projekt an der Hasenheide die indischstämmige Gemeinschaft steht. Vilwanathan Krishnamurthy schätzt, dass etwa 45.000 Hindus in Berlin leben.
GANESH CHATURTHI gehört zu den bedeutendsten hinduistischen Festen in Indien. Hindus in aller Welt feiern jedes Jahr im Hindu-Monat Bhadra mit diesem Fest den Geburtstag des Elefantengottes Ganesha. So auch in Berlin. Dort gibt es jährlich eine Prozession mit einer großen Trommelgruppe, Tänzerinnen und Tänzern, teils mit Bändern und Schwertern und in farbenprächtige Tücher gehüllt. Eigentlich trommeln und tanzen sie mehr auf der Stelle, als voranzugehen.
Ganesha Chaturthi fällt auf den vierten Tag nach Neumond im Spätsommer/ Frühherbst: also auf den 14.09.2026 & 04.09.2027.

Ein wunderschöner Tempel !!!Da muss ich unbedingt hin!!!
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